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Ukrainische Kultur im Kriegszustand und darüber hinaus

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgte weltweit für eine erhöhte Aufmerksamkeit und Sympathiewelle für dieses Land. Dennoch galt sie hauptsächlich dem spektakulären Widerstand gegen die Invasoren, militärischen und humanitären Aspekten des Krieges wie der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge. Auch wenn prominente ukrainische Autoren und Künstler wie Serhii Zhadan, Tanja Maljartschuk, Katja Petrowskaja oder Oksana Lyniv vom gestiegenen öffentlichen Interesse profitierten, blieben die innenukrainischen Debatten über den Krieg, seine Ursachen und Lösungen meistens hinter dem Image einer heroischen und ungebrochenen Nation verborgen. In seinem Vortrag wird der ukrainische Kulturwissenschaftler Prof. Roman Dubasevych die Meilensteine des ukrainischen Kulturkanons vorstellen, aber auch seine Beziehungen zur jetzigen Krisensituation beleuchten – es wird also um die ukrainische Kultur im Kriegszustand und darüber hinaus gehen.
Prof. Dr. Roman Dubasevych wurde 1977 in Lwiw (Ukraine) geboren. An der Universität Greifswald hat er den Lehrstuhl für Ukrainische Kulturwissenschaft inne.
Die Veranstaltung ist Teil einer Veranstaltungsreihe, deren Ziel die Förderung der deutsch-ukrainischen Verständigung und Zusammenarbeit ist. Die Begegnung mit der ukrainischen Gegenwartsliteratur soll die Teilnehmenden dazu ermutigen, sich intensiver mit ukrainischer Literatur und daraus ableitend mit unterschiedlichen Haltungen und Vorstellungen zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Ukraine zu beschäftigen. Die eingeladenen Gäste bilden einen Querschnitt der gegenwärtigen Diskussionen innerhalb der ukrainischen Gesellschaft. In ihren Texten werden unterschiedliche individuelle und kollektive Erfahrungshorizonte sichtbar, die den Leserinnen und Lesern einen tieferen Einblick in die Lebenswirklichkeiten von Menschen in der Ukraine vermitteln. https://dug-o.org/projekte/
Das Projekt erfolgt mit finanzieller Förderung des Auswärtigen Amtes durch das Institut für Auslandsbeziehungen.